GLORIA
Ich darf mich glücklich schätzen, Teil eines weltweiten Forschungsprojekts zu sein, das sich „GLORIA“ nennt und sich an der Uni. Wien formiert hat. Meine botanischen Kenntnisse habe ich mir seit dem Beginn 1994 angeeignet.
GLORIA ist das Kürzel für: „Global Observation Research in Alpine Environments“.
Untersuchungsgegenstand: Hochalpine (subnivale) Pflanzengemeinschaften als Indikator für Klimawandel, da Pflanzenarten in diesen Höhenbereichen hochspezialisiert sind und daher auf Klimaveränderungen besonders sensibel reagieren, mithin auch aussterben können, wenn sie z.Bsp. von Arten aus niedrigerer Höhe, die emporwandern, verdrängt werden.
Teilnahme an der Kartierung Schrankogel 1994: Nach vielen Jahren der Gipfelkartierungen von H. PAULI und M. GOTTFRIED kommt es 1994 zur Publikation in „Nature“ über die Forschungsergebnisse und zum Start der ersten großflächigen und zweimonatigen Kartierung am Schrankogel (3497 m), des zweithöchsten Berges der Stubaier Alpen, der zur „master site“ für GLORIA wird.
In einer Testphase wird der Hochschwab mit seinen Gipfeln in der Steiermark 1998 als österreichisches GLORIA-site ausgewählt und kartiert.
Seitdem Teilnahme an allen fortlaufenden Neukartierungen am Hochschwab und am Schrankogel.
2000/ 01 startet GLORIA-Europe mit Berggipfeln von Spanien bis zu Rußland (Ural). Teilnahme an der Reise nach Rußland, in den Süd- und Polarural, um Gipfel auszuwählen und die hiesigen Botaniker in die Methodologie einzuschulen.
Erweiterung zu GLORIA-Internatonial. Gipfel von Neuseeland bis Kalifornien werden Teil des GLORIA-Projekts. Teilnahme 2007 an der Installierung von GLORIA-Gipfeln im Elbursgebirge im Iran. Besteigung des Alam-kuh (4850 m).
Sommer 2022: Rekartierung der Hochschwabgipfel
Kontakt: www.gloria.ac.at